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Tanzen Jubilare Studioausstellung vom 30.April – 5. September 2010-03-31
im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig
Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag, Feiertage 10.00 – 18.00 Uhr

 

Bossiererei Figur

Gießerin

Mittagsschläfchen

Goldmalerin

Dreher trennen Form und Ton

Eröffnung Donnerstag, 29. April 2010, 18.00 Uhr

In diesem Jahr feiert die Staatliche Porzellan Manufaktur Meissen ihren 300. Geburtstag.
Aus diesem Anlass wird im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig eine Ausstellung mit dem Titel „300 Jahre Manufaktur Meissen – 300 Jahre Leipziger Messe“ gezeigt.
Als attraktiver Sonderteil zu dieser großen Schau habe ich die Ehre, meine Bilder, die in den Jahren von 1988 – 1991 in der Manufaktur Meissen entstanden, zu präsentieren.
Ein Großteil der Bilder fotografierte ich noch in der DDR bzw. in der Endzeit der DDR, was jetzt, 20 Jahre nach der friedlichen Revolution, sicherlich einen besonderen Reiz hat.
Die fast schon vergessenen Aufnahmen erleben gegenwärtig eine echte Renaissance.

Nicht das edle und in der ganzen Welt begehrte und geliebte Porzellan sollte der besondere Gegenstand meiner fotografischen Arbeit sein, sondern in erster Linie die Menschen, die mit  ihrer Kreativität, ihren Fleiß und ihren Können das  „weiße Gold“ herstellen.
Ich wollte zeigen, wer sie sind, die ein solches Luxusporzellan herstellen, welches seit fast 300 Jahren  die Liebhaber in der ganzen Welt zum Entzücken bringt. Mein Augenmerk war hauptsächlich auf die Menschlichkeit  der Abgebildeten gerichtet, mit all ihren Stärken, Schwächen und liebenswerten Eigenheiten. Im Ergebnis entstand ein umfangreiches Porträt, wie es selten oder noch nie über die Meissener Manufaktur in der Geschichte bildnerisch erstellt wurde.
Fast alle Berufsgruppen sind im Bild erfasst, von den Bergleuten aus dem kleinsten Bergwerk Europas, dem Lagerarbeiter, Masseaufbereiter, Brenner, Former, Bossierer, den  Porzellanmalern bis hin zu den Künstlern, die aus der Tradition immer wieder neue Kreationen schaffen.
Für die Aufnahmen habe ich mir damals  viel Zeit gelassen. Immer wenn der Fotograf nicht mehr „wahrgenommen“  wurde und wie selbstverständlich dazu gehörte, gelangen die besten Arbeiten. Fotografiert habe ich mit einer Minolta X 700 mit schwarz/weiß Film  Kodak TMAX400.
1992 erschien der kleine Bildband „Als wär´s  ein Stück von mir“.  Nur  50 Exemplare des Buches sind noch vorhanden. Bei der Hochwasserflut im August  2002 sind die letzten 350 Bücher in der Altstadt von Grimma ein Opfer der Jahrhundertflut geworden.

Gerhard Weber